Nachhaltige Entwicklungshilfe - wie geht das?

Viele Menschen möchten helfen und sich für eine gerechtere Welt engagieren. Aber wann sind die Beiträge, die wir zu einer besseren Welt leisten können, wirklich nachhaltig und sinnvoll?

Viele Menschen möchten helfen und sich für eine gerechtere Welt engagieren. So wurde im Jahr 2020 ein Spendenvolumen von 5,4 Mrd. Euro und 19 Mio. Spender*innen vom Deutschen Spendenrat erfasst. Es sind Spendengelder, die in Deutschland gesammelt werden, um unter Anderem Entwicklungshilfe zu leisten und Hilfsprojekte auf der ganzen Welt zu fördern. Einen besonders großen Teil nehmen Spenden an Hilfsorganisationen ein, die sich um benachteiligte Kinder kümmern, sowie Sammelprojekte für Sicherung von Schulbildung.

Die Spender*innen haben das Gefühl Gutes getan, einem Kind ein besseres Leben und eine Perspektive für die Zukunft geschenkt zu haben. Doch in Wirklichkeit handelt es sich dabei häufig nur um eine kurzfristige und wenig nachhaltige Veränderung im Leben eines Schulkindes.

Dazu kommt häufig noch eine fehlende Transparenz der Mittelverwendung. Wo genau die Gelder ankommen, wen sie erreichen und was mit dem Geld genau passiert, das bleibt nicht selten im Ungewissen. Aber häufig reicht der Gedanke aus: ‚Ich habe für einen guten Zweck gespendet‘.

Durch diese Spenden entwickelt sich in den unterstützten Projekten und Ländern häufig eine finanzielle Abhängigkeit. Die kann dazu führen, dass Eigeninitiative vernachlässigt wird. Sobald europäische Helfer*innen nicht mehr vor Ort agieren, bricht das System zusammen.

Daher stellt sich die Frage: Inwieweit kann an dieser Stelle noch mit gutem Gewissen von Entwicklungshilfe im Sinne einer nachhaltigen Form von Hilfe gesprochen werden?

Durch diese teils schwierige Konnotation des Begriffs ‚Entwicklungshilfe‘ distanzieren wir uns von AME von dem Begriff. Wir sehen uns als eine NGO, die Eigeninitiative und Entwicklung von innen heraus anstößt.

Denn bei uns steht die selbständige Finanzierung der Schulbildung durch Kunstwerke, welche die Kinder auf den Philippinen eigenständig fotografiert haben, im Vordergrund. Die Kinder erlernen durch die Fotografie nicht nur einen kreativen Umgang mit diesem Medium, sondern erfahren auch eine Möglichkeit, sich selbst und ihre Umgebung besser kennen zu lernen und zu reflektieren. Durch den Erlös ihrer verkauften Kunstwerke finanzieren sie sich ihre eigene Schulbildung und können sich die Chance auf ein besseres Leben selbst ermöglichen.

Indem wir Bildung und Chancengleichheit fördern, ermöglichen wir es den Menschen vor Ort, selbst den Kreislauf der Armut zu durchbrechen, eigene Ideen zu entwickeln und sich für ihre Zukunft zu engagieren.

Darüber hinaus ist Transparenz für uns essentiell. Daher informieren wir regelmäßig über unsere aktuellen Projekte, unser Team, und stehen für Fragen jeder Art zur Verfügung. Außerdem findet Ihr nicht nur auf jedem erworbenen Print ein Foto sowie eine Kurzvorstellung unserer Künstler*innen, sondern auch persönliche Interviews auf unserer Website.

Besonders wichtig ist uns bei der Planung unserer Projekte auch die Zusammenarbeit mit Pädagog*innen sowie Fotograf*innen vor Ort. Nach dem Aufbau eines Netzwerks und der für unser Projekt notwendigen Strukturen vor Ort wird die Kontrolle und Verantwortung für unsere Fotoprojekte immer mehr in die Hände unserer Partner in Manila gegeben, bis diese selbständig durchgeführt werden können. Von AME in Deutschland aus übernehmen wir dann lediglich noch allgemeine organisatorische Aufgaben.

Unsere Devise lautet daher: Hilfe zur Selbsthilfe - denn echte und nachhaltige Hilfe entsteht durch Eigeninitiative!

Eure Dana von AME

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